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Linke Seite: Unwetter in China, hier besucht Wen Jiabao die Stadt Wuhan, in der Provinz Hubei. Rechte Seite: Der Knabenchor Hannover Anfang Juli in Wuhan
Seit ein paar Jahren wird in den Staatsmedien – nach langer Zeit des Bagatellisierens und Verschweigens – zumindest über Naturkatastrophen ausführlich, beinahe rund um die Uhr berichtet. “Soviel Chaos, soviel ungeschminkte Realität hat Chinas Führung ihren Bürgern noch nie zugemutet – im Gegenteil: Katastrophen wurden bisher stets präsentiert wie geheime Verschlusssachen. Umfassend informiert wurde bisher erst dann, wenn die Regierung die Lage unter Kontrolle hatte”, schreibt Tagesschau.de im Jahr 2008.
Zwei Gründe scheinen dafür verantwortlich zu sein: zum einen ist das Internet trotz staatlicher Kontrolle – Seiten wie YouTube oder Facebook lassen sich aus China z. B. nicht ohne weiteres öffnen – zunehmend ein Substitut für die Print- und Fernsehmedien. Überraschend viele Chinesen betreiben einen persönlichen Blog, in denen neben Alltagsthemen auch zunehmend kritische Meinungen zu vernehmen sind. Um also die Berichtshoheit nicht an die Internet-Community zu verlieren, berichten die Staatsmedien nun transparenter und nachhaltiger insbesondere von Naturkatastrophen. Nicht ganz uneigennützig natürlich: kann man auf diese Weise doch die staatlich koordinierten Rettungsaktionen propagandistisch in Szene setzen.
Zum anderen lenkt die Berichterstattung über derartige Katastrophen von politischen Zerreißproben im Inneren ab. Vor allem im Vorfeld der olympischen Spiele 2008 in Peking als Proteste gegen die Tibet-Politik der kommunistischen Regierung die Vorfreude auf die Spiele einzuschränken drohte, lenkte der Staat mit der Katastrophenberichterstattung zumindest für eine zeitlang ab. “Das Erdbeben hat die Berichterstattung über die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele an den Rand gedrängt, zumindest teilweise”, sagte ein Forscher der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, Phelim Kine, der in der netzeitung zitiert wird.
Dies alles soll natürlich keineswegs das Ausmaß der derzeitigen Katastrophe in Frage stellen, bei der bislang über 700 Menschen gestorben sind. Dort wo der Knabenchor vor wenigen Wochen noch an der Uferpromenade flanierte, watet jetzt der chinesische Premier Wen Jiabao durch das über die Ufer des Yangtze Rivers getretene Wasser.
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Der NDR berichtet in der Sendung “Niedersachsen 19.30″ über die Verleihung des Echo-Klassik 2010 an den Knabenchor Hannover. Die Sendung ist derzeit über die NDR-Mediathek abrufbar. Der etwa 30-sekündige Beitrag beginnt bei ca. 09:30 min.
Über die Faszination der Marienvesper, mögliche Nachwuchssorgen, finanzielle Probleme des Knabenchor Hannover sowie die bevorstehende China-Reise informiert ein Radiobeitrag, der unmittelbar vor den Marienvesper-Konzerten im Radiosender WDR 3 ausgestrahlt wurde und inzwischen über die Website des Senders angehört werden kann.